Werkelburger - Industriebahn

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Meine Testanlage

Da ich häufig Oe-Fahrzeuge selber baue oder umbaue, hin und wieder auch mal für Freunde und Bekannte deren Modelle instand setze, etc., brauche ich natürlich auch ein "Testgelände". Gleichzeitig besteht aber auch die Möglichkeit von mir gebaute RC-Fahrzeuge auszuprobieren.

Da kein separater Raum zur Verfügung steht, ist diese Anlage entsprechend klein und misst lediglich 250x62cm. Dabei ist sie aufgeteilt in 2 Segmente, so dass sie auch transportabel ist.

Neben der eigentlich Funktion als Testanlage, eignet sie sich natürlich auch perfekt um ein wenig Landschaftsbau zu betreiben oder auch einfach mal zum Entspannen, auch wenn es sich dabei natürlich "nur" ein Rangieraufgaben handeln kann.

Das Gleismaterial stammt weitgehend von Peco, ergänzt durch zwei Bogenweichen und eine DKW aus dem ehemaligen H0-Programm von Schullern. Letztere wurden optisch von der Schwellenlage an den größeren Maßstab angepasst bzw. komplett mit neuen Schwellen versehen.

Die Anlage wird digital betrieben, dabei kommt eine Intellibox von Uhlenbrock, sowie ein Daisy II Funkhandregler zum Einsatz. Die Weichen werden mechanisch gestellt und sind mit BluePoint Weichenantreiben ausgerüstet. Auch die Schwenkbühne wird mechanisch über eine Handkurbel angetrieben, wird aber über Servos ver- und entriegelt.


Update April 2021: Durch den Umzug steht jetzt mehr Platz zur Verfügung, so dass die Anlage wachsen kann. Dabei vergrößert sich die zur Verfügung stehende Fläche auf das Doppelte. Die Anlage misst jetzt in L-Form 2,10x3,50m bei 0,62m Anlagentiefe. Die Erweiterung soll neben zusätzlichen Ladestellen auch eine kleine Rollwagenanlage, sowie ein kurzes Stück Regelspurgleis erhalten. So können in Zukunft auch regelspurige Fahrzeuge zumindest einem Kurztest unterzogen werden und der Spielspaß beim rangieren steigt dadurch auch enorm. 

Hier zwei Fotos, welche die Situation nach der Erweiterung zeigen:

  • Erweiterung 1
  • Erweiterung 2


Für die Regelspur habe ich als Erstes einen Abzweig hergestellt, in dem ich eine Weiche aus bereits vorhandenen Materialien (geätzte Rippenplatten, Holzschwellen, Gleisprofil von Hassler, etc.) gebaut habe. Diese Weiche hat zwar lediglich einen Abzweigradius von 1600mm, aber das ist für einen Rangieranschluss vertretbar, da nur kurze Fahrzeuge verkehren werden. Wie auch die Schmalspurweichen wird die Betätigung wieder manuell über einen Bluepoint-Antrieb erfolgen. Die Zungen sind aus Code 124 Profilen von Peco gefeilt worden. Sie sind verschraubt, so dass sie auch im eingebauten Zustand der Weiche einfach entnommen werden können, sollte es zu Problemen kommen.

  • Weiche 1
  • Weiche 2
  • Weiche 3
  • Weiche 4
  • Weiche 5
  • Weiche 6


Auch das Kopfstück für die Rollwagenanlage ist bereits fertig konstruiert und gedruckt. Dieses ist ausgelegt für die Verwendung von Rollwagen der Firma Henke:


  • Rollwagen 1
  • Rollwagen 3
  • Rollwagen 2


(08.05.2021) 

Es geht voran: Die erste Schmalspurweiche ist gebaut und auch das Rampengleis ist im Rohbau fertig. Die Besonderheit dieses Gleises ist, dass es als sogenanntes Schleifengleis ausgeführt ist. Diese Konstruktion ermöglicht es an der gleichen Rampe Schmalspur-, wie auch (aufgerollte) Regelspurwagen be- und entladen zu können. Für die Schmalspurwagen wird dabei das Gleis etwas in Richtung Rampe verschwenkt, so dass der seitliche Abstand von Wagen und Rampe möglichst klein ist.

Das Vorbild lag einst im Bahnhof Mügeln. Für das Modell habe ich den originalen Schwellenplan in den Maßstab 1:45 übertragen.

  • Erweiterung 3
  • Erweiterung 6
  • Erweiterung 5
  • Erweiterung 4


Update Februar 2022: Seit Langem konnte ich die letzten Tage mal wieder etwas an der Testanlage weiter bauen. Es war schon länger geplant am rechten Ende einen Fiddle-Yard anzusetzen, um auch mal etwas "Betrieb" machen zu können. Da der Fiddle-Yard aus Platzgründen nur vor der Zimmertür angesetzt werden kann, wählte ich ein abklappbares Segment. So kann außerhalb der Betriebssessions das komplette Teil einfach herunter geklappt werden und muss nicht jedes Mal neu angesetzt bzw. abgeschraubt werden. Natürlich ist bei solch einer Ausführung die Gesamtlänger der Abstellgruppe durch die Modulhöhe bestimmt und so konnte der Fiddle-Yard nur etwa einen Meter lang werden (die SO liegt bei 1,05m). Da aber die Gleislängen auf der Testanlage auch recht klein sind, ist das kein Problem.

Der Fiddle-Yard besteht im Grunde aus zwei Schwenkbühnen: Einer Größeren, welche die Abstellgleise aufnimmt und einer Kleineren (sogenannte "loco-release"), welche ein Umfahren der abgestellten Wagengruppe ermöglicht. Am Ende kam eine Ausführung mit drei Gleisen und "loco-release" dabei heraus:


Der Clou an der Ausführung ist, dass die kleine Schwenkbühne ("loco-release") sich abhängig von der größeren immer automatisch auf den passenden Gleisabgang einstellt, d.h. wird der vordere, größere Teil der Schwenkbühne z.B. auf Gleis 1 geschwenkt folgt der kleinere Teil, dieser Bewegung und stellt sich ebenfalls auf Gleis 1. Bewegt sieht das dann so aus:










Unter dem "loco-release" liegt noch ein Streifen Polystyrol als Platzhalter, zwischenzeitlich wurden unter beiden schwenkbaren Teilen dünne Teflonplatten montiert um die Reibung beim Verschwenken zu minimieren.

Hier eine erste Probefahrt mit der MK 48, meiner Lok für solche Tests, hier sind auch die Teflonplatten erkennbar:


Die Spannungsversorgung der drei Abstellgleise erfolgt dabei über den "loco-release", so dass immer nur das Gleis mit Spannung versorgt wird, auf welches die "Lok-Schwenkbühne" gerade ausgerichtet ist.