Die Geschichte der WIB


Hier wird in Kurzform die Geschichte der WIB erzählt. 

Viel Spaß dabei!


Kurzgeschichte der Werkelburger Industriebahn

 

 Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte der Bergmann Widuwilt Werkel bei seiner täglichen Schicht ein bis dato unbekanntes Erz, welches in Staubform relativ schnell als Zuschlagstoff bei der Zement-Herstellung nicht mehr verzichtbar war.  Nach seinem Entdecker wurde dieses Gestein Werkelit genannt. Heutzutage wird Werkelit exklusiv nur von den Grafenbergern Zementwerken verarbeitet. Der so „verfeinerte“ Zement weist im Gegensatz zu handelsüblichem Sorten eine deutlich höhere Wupptität, sowie im Contradictio (in Adiecto) eine immense Präsenz auf und erreicht auf dem nach allen Seiten offen Schüttel-/Rühr-Diagramm (nach Prof.Dr.  J.-B. Ond) problemlos einen Wert deutlich über drölf.


 Da das Werkelit-Erz nur in einem kleinen Tal zu finden ist, kam es, dass sich um die dort entstandene Mine eine immer größer werdende Siedlung bildete, die schließlich den Namen Werkelburg erhielt und durch die Einzigartigkeit des Werkelit schnell zu großem Wohlstand kam. Werkelburg ist heutzutage ein unabhängiges, wohlhabendes, kleines Herzogtum, dessen Geschicke von einem Nachfahren des Bergmanns Werkel geleitet werden.


 Der Abtransport des Werkelit war mit Pferdefuhrwerken bald nicht mehr zu bewältigen, zu groß war die Nachfrage. Der Bau einer normalspurigen Eisenbahn verbot zunächst die Enge des Tales und so kam es dass eine schmalspurige Eisenbahn entstand, die Werkelburger Industriebahn, kurz WIB.


 Die WIB war stets unabhängig von anderen Bahngesellschaften und so wurden neben verschiedenen zugekauften Fahrzeugen auch speziell für die Bedürfnisse der WIB gebaute Fahrzeuge zum Einsatz gebracht. Diese werden bsi dato in  einem eigenen Betrieb, der WeLoMa (Werkelburger-Lokomotiv-Manufaktur) produziert. Die WeLoMa übernimmt dabei auch sämtliche Reparatur- und  Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen der WIB. Eine Außenstelle der WeLoMa befindet sich im Bahnhof Werkelburg-Steinbruch, dort werden allerdings ausschließlich Feldbahn- und Straßenfahrzeuge der WIB gewartet und repariert.


 Von Anfang an, war klar, dass diese Bahn primär zur Abfuhr des Werkelit genutzt werden sollte, aber auch die inzwischen angesiedelten Industrien sollten mit angeschlossen werden. Dennoch war und ist auch der Personenverkehr für die WIB heutzutage von großer Bedeutung. Haben früher hauptsächlich die Minenarbeiter und Anwohner die Bahn genutzt, so sind es heute häufig Touristen und Bahnliebhaber, denn die WIB hat sich zwischenzeitlich auch zu einer Museumsbahn entwickelt.


 Neben dem Hauptnetz, der in 750mm Spurweite ausgeführten schmalspurigen Bahn, entstanden zudem verschiedene Feldbahnen (in 540 und 630mm Spurweite), die auch heute zum Teil noch genutzt werden.


 Die Hauptstrecke der WIB verbindet die Stadt Werkelburg mit der Werkelit-Mine, der Brecher-Anlage, der Aufbereitungs- und Verladeanlage, einem kleinen Binnenhafen, sowie über diverse Stichbahnen mit unzähligen kleineren und größeren Industriebetrieben. Neben Werkelburg Hbf., ist der Bahnhof Werkelburg-Linden der frühere Betriebsmittelpunkt des 750mm Streckennetzes gewesen, hier besteht bis heute ein Übergang zur Regelspur. Im Jahre 2016 wurden die Bahnhofsanlagen veräußert. Heute wird der Betrieb auf diesem ehemaligen Teilstück der WIB von DMG Gesellschaft aus Bergkamen aufrecht erhalten.


 Nachdem die Idee, das Werkelit nur noch mit LKWs zu transportieren, sich als wenig praktikabel erwies, erfolgte der Umbau des Haltepunktes Werkelburg-Ulmenhain zum vollwertigen Bahnhof. Gab es hier früher lediglich eine kleine Wartehalle und ein einzelnes Stumpfgleis für den Triebwagen, welcher die Arbeiter der angrenzenden Werkelit-Aufbereitungs und -Verladeanlage transportierte, wurden die Gleisanlagen jetzt deutlich erweitert. Das Stumpfgleis wurde durch ein Umfahrgleis ergänzt, beide verbunden durch eine Schwenkbühne. Die räumliche Enge ließ hier keine andere Lösung zu. Die alte Wartehalle wurde durch einen kleinen Güterschuppen mit angebautem Warteraum ersetzt, da dieser Teil des Bahnhofs vornehmlich der Museumsbahn dienen soll. Das Gebäude ist übrigens ein Nachbau des ehemaligen Schuppens im Bahnhof Lengden der Göttinger Kreisbahn.


          

 Das Zuführungsgleis für die Verladeanlage liegt zwar noch, ist aber unterbrochen, da dieses früher über den Bahnhof Werkelburg-Lindenteich führte. So wurde im Bahnhof Werkelburg-Ulmenhain ein Abzweig installiert, über den die Erz-Züge nun die Verladeanlage erreichen können. Das ehemalige Zuführungsgleis wird heute nur noch als Lok-Wartegleis genutzt. 

 


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